Der Tanz ums goldene Kalb – Geschichte des Bilderstreits

 

Einen Coup landete Damian Hirst. Er ließ sich seine Skulptur „Goldenes Kalb“ durch den Preis, den sie erzielte, noch mal vergolden. Nebenbei inszenierte er eine Neuauflage des  existenziellen Streits ums Bild, der mit Moses und Aaron begann. Das goldene Kalb führte ursprünglich weg von der Idee des Göttlichen, hin zu Verehrung eines Götzen aus Materie.
Seit der Kunst selbst eine Art religiöser Aura zuwuchs, zehren ihre Bildproduzenten von diesem Skandalpotential: pathetisch, ironisch, ernsthaft, albern.

 

 

 
Rembrandt, Der Mennonitenprediger Anslo und seine Frau, 1641

Rembrandt, Der Mennonitenprediger Anslo und seine Frau, 1641


Das Gemälde leistet nichts Geringeres als zu zeigen,
was eigentlich nicht gezeigt werden kann.